Ein ruhiger, kaum hörbarer Atem ist dein Metronom. Zähle still vier ein, sechs aus, oder wechsle in sanfte Box-Atmung mit mini Pausen. Halte den Bauch weich, damit Rippen seitlich atmen können. Je länger und gleichmäßiger die Ausatmung, desto weniger drückt der Puls. So bleibst du innen ruhig, obwohl du dich bewegst. Kolleginnen merken höchstens, dass deine Stimme danach ruhiger und freundlicher klingt.
Statt sportlicher Wiederholungen nutzt du einzelne, wohldosierte Wiederholungen mit Fokus auf Qualität. Ein Bewegungsgang pro Atemzug reicht. Pausen sind erlaubt, sogar erwünscht. Starte langsam, bleibe langsam, beende langsam. So schützt du Make-up, Hemdkragen und Frisur, während Sehnen und Gelenke danken. Du fühlst dich heller im Kopf, ohne die bekannte Hektik. Danach bist du bereit für Anrufe, ohne nach Luft zu schnappen.
Die Wirkung vertieft sich, wenn du dir nach der letzten Dehnung eine halbe Minute Stille erlaubst. Hände auf den Oberschenkeln, Blick weich, Schultern schwer. Spüre den Kontakt der Füße zum Boden, als würdest du Wurzeln testen. Diese kurze Integration verankert die neuen Signale im Nervensystem. Du nimmst die Entspannung mit zur Tastatur, statt sie im Durchgang zu verlieren. Das Finale bleibt dein stilles Geheimnis.